Für die Saison 2016 hat Schwalbe den beliebten Fat Albert neu aufgelegt und an die Eigenschaften moderner Mountainbikes angepasst. Wie der Vorgänger soll das neue Modell zudem als echter Allrounder glänzen und von beim All-Mountain- und Enduro- Einsatz auf allen erdenklichen Untergründen besten Halt bieten. Deshalb nutzen wir den Schwalbe Fat Albert 2016 für unser Build-Projekt. Welche Features und Spezifikationen der Reifen in der jeweiligen Variante aufweist, erläutern wir kurz in diesem Artikel.  

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]

Der Fat Albert gehörte seit der Einführung zu den beliebtesten Reifen aus dem Sortiment von Schwalbe und überzeugte viele Biker als Allrounder. Im Jahr 2014 hat das Unternehmen das Modell eingestellt. Doch auf der vergangenen Eurobike präsentierte der Reifenspezialist den Nachfolger, der mit einigen Überraschungen aufwartet und mit Konventionen bricht.

Schwalbe Fat Albert 2016: Unkonventionelle Neuauflage

Für die aktuelle Saison wurde der Fahrrad-Pneu in 27,5 beziehungsweise 29 Zoll aufgelegt und laut dem Hersteller an die Eigenschaften moderner Mountainbikes angepasst. Zusammen mit Gerrit Gaastra entstand ein Reifen, der die Tugenden des ursprünglichen Ablegers mit neuen Features verknüpft. Dementsprechend ist der Schwalbe Fat Albert 2016 wie der Hans Dampf oder der Nobby Nic als Allrounder positioniert und soll damit für den Enduro- und All-Mountain-Einsatz bestens geeignet sein. Eine große Auswahlmöglichkeit hinsichtlich Gummimischung und Ausführung besteht allerdings nicht: Angeboten wird der Schwalbe Fat Albert 2016 mit einheitlichen 2,35 Zoll in einer Front- sowie Rear-Version, die sich beide deutlich unterscheiden. Für Schutz sorgt die stabile SnakeSkin-Seitenwand. Beide Varianten sollen gute Haltbarkeit mit einem geringen Gewicht verbinden. Dem Datenblatt zufolge beträgt das Gewicht der Reifen jeweils 740 Gramm. Doch das wohl auffälligste Merkmal beider Varianten sind die abgerundeten Stollen, die so an noch keinem Schwalbe-MTB-Reifen zu finden waren. Die spezielle Form soll den Grip und die Bremstraktion nochmals verbessern – vor allem dann, wenn das Rad nicht exakt in Fahrtrichtung steht.

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]

Schwalbe Fat Albert Front Evo mit Trailstar-Compound

Die Front-Version des Schwalbe Fat Albert 2016 unterscheidet sich deutlich von dem Ableger für das Hinterrad. Der Hersteller setzt nicht nur auf die weichere und griffigere Trailstar-Gummimischung, sondern passt auch noch das Profil an die Nutzung vorn am Bike an. Dementsprechend weisen die in Laufrichtung ausgerichteten  Stollen einen sehr großen Abstand auf, was zum einen die Traktion verbessert und zum anderen verhindert, dass sich Schmutz ansammeln kann.

Schwalbe Fat Albert Rear Evo mit Pacestar-Mischung und zusätzlichen Stollen

Beim Modell des Schwalbe Fat Albert 2016 für das Hinterrad setzt der Hersteller auf ein dichteres Profil. Zusätzlichen, vertikal verlaufenden Stollen sollen die Kraftübertragung auf den Untergrund sicherstellen. Um dennoch einen niedrigen Rollwiderstand zu erreichen, kommt die härtere Pacestar-Gummimischung zum Einsatz. Selbige dürfte zudem dafür sorgen, dass die Haltbarkeit höher ausfällt.

Optimale Reifenwahl für unser Enduro-Build?

Aufgrund der besonderen Eigenschaften, will der Schwalbe Fat Albert 2016 wie auch der Vorgänger als echter Allrounder überzeugen. Versprochen wird, dass der Reifen für alle möglichen Bodenbeschaffenheiten und Bedingungen geeignet ist. Anhand dessen, scheint der Schwalbe Fat Albert 2016 die optimale Wahl für unser Enduro-Aufbau-Projekt zu sein. Herausfinden werden wir genau das in einem langen Test. Bewähren muss sich der Schwalbe Fat Albert 2016 dann bei Enduro-Touren bis hin zum Bike-Park-Einsatz. Wir sind gespannt und berichten nach unserem ausführlichen Praxis-Test.

Schwalbe Fat Albert 2016: Mit und ohne Schlauch

Da der Reifen mit dem „Tubeless Easy“-Features ausgestattet ist, können wir den direkten Vergleich anstreben und mit oder ohne Schlauch fahren. Dazu hat uns Schwalbe das passende Material mitgeliefert. Für den Test mit Schlauch verwenden wir das 205 Gramm schwere Standard-Modell „SV21“.

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]

Die spätere Umrüstung auf Tubeless wird mittels Doc Blue Professional (Schwalbe-Dichtmilch) durchgeführt. Die „Easy Fit“-Montage-Flüssigkeit hilft bei der einfachen Installation des Reifens ohne spezielle Pumpe mit Charger-Funktion.

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]

Montagehilfe und exakte Druckeinstellung

Außerdem hat uns Schwalbe noch ein Set-Reifenheber mitgeliefert. Sollte sich der Fat Albert 2016 also schwer auf die Felge aufziehen lassen, können wir hiermit notfalls nachhelfen.

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]

Außerdem befand sich im Paket der Airmax Pro. Dabei handelt es sich um einen digitale Luftdruckprüfer mit präzisen Messwerten, der bei der richtigen Einstellung hilft.

Schwalbe Fat Albert 2016: Allround-Reifen für unser Enduro-Projekt [Mountainbike Build]An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Schwalbe für die Bereitstellung des Reifen-Pakets bedanken.

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